Die Steine erinnern sich: Das nationalsozialistische Zwickau der Jahre 1935–1943 (German Edition)

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Management number 231918060 Release Date 2026/06/18 List Price US$90.00 Model Number 231918060
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Der Roman Die Steine erinnern sich von Kitty und Mario Dudacy verbindet zwei Zeitebenen: das nationalsozialistische Zwickau der Jahre 1935–1943 und das Zwickau des Jahres 2026. Im Mittelpunkt stehen die jüdische Jugendliche Ruth Goldmann und die fünfzehnjährige Schülerin Amara Khalil. Durch ihre Geschichten zeigt der Roman, wie Erinnerung, Ausgrenzung und Zivilcourage Generationen miteinander verbinden.Die Handlung beginnt im Jahr 2026 mit einem Rohrbruch in Amaras Zimmer in der Bahnhofstraße 8. Hinter einer beschädigten Wand entdeckt sie eine zugemauerte Nische. Darin befindet sich ein altes Tagebuch, geschrieben in Kurrentschrift. Auf der ersten Seite steht: „Mein Name ist Ruth.“ Gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin Frau König beginnt Amara, das Tagebuch zu entziffern. Gleichzeitig startet an ihrer Schule ein Stolpersteinprojekt, bei dem die Schüler die Schicksale von Opfern des Nationalsozialismus recherchieren. Amara erhält ausgerechnet die Adresse Bahnhofstraße 8 und erfährt, dass dort einst die jüdische Familie Goldmann lebte.Durch die Tagebucheinträge wird Ruths Leben sichtbar. Ruth ist ein intelligentes, lebensfrohes Mädchen, das Zwickau liebt. Doch die nationalsozialistische Verfolgung greift immer stärker in ihren Alltag ein. 1935 wird sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft von der Schule ausgeschlossen. Freundschaften zerbrechen, weil viele Menschen aus Angst oder Überzeugung den Kontakt zu Juden meiden. Selbst Emil, ein Junge, den Ruth sehr mag, zieht sich auf Druck seines Vaters von ihr zurück. Dennoch versucht Ruth, an ihrer Heimatstadt festzuhalten und ihre Menschlichkeit zu bewahren.Im Verlauf der Jahre verschlechtert sich die Situation der Familie Goldmann. Das Geschäft ihres Vaters wird boykottiert, antisemitische Schilder werden aufgehängt, Nachbarn verhalten sich zunehmend feindselig oder schweigen. Ruth beschreibt eindringlich, wie Ausgrenzung nicht nur durch Gewalt entsteht, sondern auch durch Wegsehen, Schweigen und Anpassung. Besonders beschäftigt sie die Frage, wie gewöhnliche Menschen zu Mitläufern werden.Parallel erlebt Amara eigene Formen von Ausgrenzung. Als Tochter syrischer Einwanderer wird sie von dem Mitschüler Finn Schreiter und dessen Umfeld rassistisch beleidigt. Ein Aufkleber an ihrem Spind und Beschimpfungen auf dem Schulweg zeigen, dass Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit auch heute noch existieren. Die Parallelen zwischen Ruths Erfahrungen und ihrem eigenen Leben lassen Amara die Geschichte immer persönlicher verstehen. Unterstützung erhält sie von Lukas Bauer, einem zunächst zurückhaltenden Mitschüler, der sich zunehmend auf ihre Seite stellt.Ein zentraler Wendepunkt ist die Reichspogromnacht im November 1938. Ruth schildert die Angst ihrer Familie, die Zerstörung jüdischer Einrichtungen und das Gefühl, dass die eigene Heimat plötzlich bedrohlich geworden ist. Kurz danach versteckt ihr Vater das Tagebuch in einer Mauernische ihrer Wohnung, damit wenigstens ihre Gedanken überdauern. Dieser Moment erklärt, warum Amara das Heft fast neunzig Jahre später finden kann.Bei ihren Recherchen entdeckt Amara die historischen Fakten über das Schicksal der Goldmanns: Ruth, ihr Bruder David und ihre Eltern werden 1942 nach Theresienstadt deportiert und später in Auschwitz ermordet. Besonders erschüttert sie das Schicksal des vierzehnjährigen David. Über Datenbanken, Archivdokumente und Gespräche mit älteren Bewohnern rekonstruiert sie die Geschichte der Familie. Frau Bergmann, eine alte Nachbarin, berichtet von der Vergangenheit des Hauses und über das Schweigen vieler Menschen nach dem Krieg. Read more

ASIN B0H4WXD93L
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Language German
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Print length 92 pages
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Publication date June 12, 2026
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